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Dr.Mechthild Herberhold - Ethik konkret

MECHTHILD HERBERHOLD, Ethik konkret

Ausgezeichnet: 03.2009
Patenschaft: Dr. Alexander Bach
Branche: Beratung & Coaching

Lennestr. 91
58762 Altena

Telefon: 0 23 52 - 91 00 85

Was ist richtig? Was ist gut?

„Sie sind Theologin? Na, macht ja nix!" Mechthild Herberhold lacht, wenn sie erzählt, wie Kunden zuweilen auf ihren beruflichen Hintergrund reagieren. Eine Theologin als Unternehmerin? Das scheint ungewöhnlich. Dabei ist ihr Angebot unter dem Namen „Ethik konkret" so zeitgemäß wie selten.

Die Ethikberaterin begleitet Unternehmen, Verbände und Privatpersonen bei der Klärung von Fragen wie: Was ist in dieser konkreten Situation richtig und gut? Wie sollen wir arbeiten? Wie wollen wir leben? Welche Entscheidungen können wir verantworten?

Mechthild Herberhold unterstützt Leitbildprozesse und berät bei Gewissensentscheidungen, sie moderiert Gruppenprozesse und bietet Seminare zur Burn-out-Prävention an. Denn auch das ist eine ethische Frage: Wie gehen wir mit unseren eigenen Ressourcen um?
„Ethik scheint vielen Menschen zunächst sehr abstrakt", sagt Mechthild Herberhold. Auf ihrer Website und in ihrer Broschüre benennt sie daher eine Vielzahl an Beispielen, um zu erklären, wann eine Ethikberatung hilfreich sein könnte. Im Bereich der Alltagsethik kann das die Frage sein, ob und in welcher Form eine Patientenverfügung formuliert ist, wie mit der Heimunterbringung der alten Eltern umgegangen wird, wie in der Familie über Tod und Trauer gesprochen werden kann.

Im Bereich der Unternehmensethik sind das Fragen wie: Lehnt ein Unternehmer einen Auftrag ab, weil ihm die Geschäftspraktiken des Kunden nicht zusagen? Soll die Unternehmensleitung die Beschäftigten bei der Umstrukturierung des Unternehmens einbeziehen? Nach welchen Kriterien wird bei Entlassungen entschieden? Wie geht ein Unternehmen mit trauernden Angehörigen um? Und so sind die Fragen und die Antworten aus der Ethik manchmal ganz praktischer Natur. „Gibt es in der Familie eines Beschäftigten einen Todesfall, stellt sich nicht nur die Frage, wie gehe ich als Arbeitgeber oder als Kollegin damit um, wie sprechen wir darüber? Sondern auch: Bekommt er für die Beerdigung einen freien Tag oder muss er Urlaub nehmen?"

Ethik in Unternehmen berührt immer auch die Frage der Unternehmenskultur. Die Bereitschaft, sich bestimmten Fragen zu stellen. Und die Überzeugung, dass es dem gesamten Betrieb gut tun kann, mit dem Menschen im Unternehmen so umzugehen, dass sie nicht auf Kostenfaktoren reduziert sind.
Unternehmen, die sich eine Ethikberaterin einladen, zeigen eine bestimmte Haltung. Manchmal auch ein spirituelles Interesse; aber das sei keine notwendige Voraussetzung, um eine Theologin zu beauftragen, lacht Mechthild Herberhold.
Ihre Kunden stammen vielfach aus der Gesundheitsbranche. Das hat seinen Grund auch darin, dass die Freiberuflerin in ihrem ersten Beruf Krankenschwester war und sich im Rahmen ihres Theologiestudiums im Schwerpunkt Ethik zunächst mit Bio- und Medizinethik befasste.

Daraus ein Unternehmen wachsen zu lassen, war kein stringenter Plan. „Ich habe das nicht forciert", sagt Mechthild Herberhold. Sondern die Anfragen erreichten sie, während sie im Rahmen einer weiteren Berufstätigkeit als Reiseverkehrskauffrau in einem mittelständischen Unternehmen beschäftigt war.„Das erste Seminar habe ich 1991 gegeben", erinnert sie sich an die Anfänge der freiberuflichen Bildungsarbeit schon während des Studiums. Nach ihrem Diplom in Theologie 1995 und ihrer Promotion 2002 war sie dann Dozentin für Pflegeethik am Bildungszentrum für Pflegeberufe in Hagen, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Volkshochschule Hagen, Dozentin für Medizin und Bioethik an der katholischen Akademie „Die Wolfsburg" in Mülheim und Lehrbeauftragte an unterschiedlichen Hochschulen und Universitäten. Für das Katholische Bildungszentrum und als Lehrbeauftragte arbeitet sie bis heute.

„Ethik konkret" gründete Mechthild Herberhold offiziell 2005 und entschied sich bereits ein Jahr später, aus der nebenberuflichen Selbstständigkeit ins Vollzeit-Unternehmen zu wechseln.
Bislang macht die Beraterin nur so genannte Inhouse-Angebote, sie geht zu ihren Kunden und berät sie vor Ort. Jetzt will sie ihr Angebot um offene Tagungen erweitern, um größere Kundenkreise anzusprechen. Denn der Bedarf an Ethik in der Wirtschaft ist groß, das zeigt nicht nur die jüngste Wirtschaftskrise. Die unternehmerische Aufgabe für Mechthild Herberhold besteht jetzt eher darin, zu entscheiden, welches die nächsten Wachstumsschritte sind und die Kunden, mit denen sie in Zukunft arbeiten möchte. Vielleicht hilft dabei eine Anregung der U-Brief-Jury. Die hatten einen Markt ausgemacht, auf dem sie sich Mechthild Herberhold gut vorstellen können: in der Politikberatung.

Termine in Ostwestfalen-Lippe

14.03.2012 Präsentationstermin
21.05.2012 Bewerbungsschluss
14.06.2012 Präsentationstermin
05.09.2012 Bewerbungsschluss
 

Regionales Projektbüro

Gleichstellungsstelle für Frauenfragen

Stadt Bielefeld
Marlies Pelster-Wend
Niederwall 25
33602 Bielefeld
Tel. 0521/ 516723
Fax 0521/ 512002

marlies.pelster(at)bielefeld.de

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