Harald Genge - AIW Unternehmensverband „Aktive Unternehmen im Westmünsterland e.V“
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Sparringspartner und Türöffner in die regionale Wirtschaft
Das Westmünsterland ist eine starke Wirtschaftsregion. Davon ist Harald Genge, Geschäftsführer des AIW Unternehmensverbandes, überzeugt. Ein Blick auf die „Aktiven Unternehmen im Westmünsterland e.V.“ zeigt, warum das so ist: „Wir haben keine Clusterbildung, sondern sind breit aufgestellt.“
Entsprechend ist der Unternehmensverband der Region längst keine Interessenvertretung einiger großer Industriebetriebe mehr. Den Strukturwandel der Region hat auch der Verein mitgemacht. Heute hat der Kreis Borken die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz NRW. Allerdings: Den Fachkräftemangel bekommen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen zu spüren. Sich in dieser Situation als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, so Harald Genge, das sei die Herausforderung der Zukunft.
Nachwuchsarbeit und Ausbildungsförderung, eine stärkere Frauenförderung sowie die Motivation und Gesunderhaltung der älteren Beschäftigten seien dabei die zentralen Aufgaben. Dass dazu eine gut aufgestellte Öffentlichkeitsarbeit gehört, wie sie zum Beispiel die Unternehmerin Vanessa Vos anbietet, sei vielen Betrieben noch nicht bewusst. „PR ist längst viel mehr als das Marketing des Produkts“. Wer Nachwuchs- und Fachkräfte gewinnen will, muss ein Image aufbauen.“ Der Unternehmensverband unterstützt das Engagement der Mitgliedsunternehmen durch Weiterbildungsangebote. Erst 2010 gründete er eine Servicegesellschaft, um über reine Impulsveranstaltungen hinausgehende Seminare und Workshops anbieten zu können.
Ebenfalls 2010 gründete sich die Initiative der Unternehmerinnen im AIW. „Wir möchten gern mehr Frauen für das ehrenamtliche Engagement im Verband gewinnen“, so Harald Genge. „Dabei ist uns bewusst, dass das Zeitbudget der Unternehmen, die erfolgreich ein Unternehmen führen und oft auch familiäre Verpflichtungen haben, begrenzt ist.“
Sich für junge Unternehmen zu engagieren, wie er es jetzt als Pate beim Unternehmerinnenbrief NRW tut, ist für Harald Genge seit vielen Jahren selbstverständlich und auch Teil der AIW-Kultur. „Ich war selbst mal Existenzgründer“, sagt er, der in der Maschinenbau- und Stahlbaubranche zu Hause war. „Ich weiß, wie schwierig es ist, Fuß zu fassen, wenn man selbst noch keine Netzwerke hat.“ Hier übernehme der Verband Verantwortung. „Wir wollen jungen Unternehmen Kontakte in die regionale Wirtschaft ermöglichen.“ Als Pate will er ein Sparringspartner sein, der Türen öffne und im Notfall auch auf Gefahren hinweisen kann.



