Ursula Mindermann - Mindermann Augenoptik am Baßfeld
Ausgezeichnet: 06.2009
Branche: Gesundheit & Pflege
Baßfeld 12
48291 Telgte
Telefon: 0 25 04 - 50 50
Fax: 0 25 04 - 50 60
Mail: info(at)mindermann-augenoptik.de
Web: http://www.mindermann-augenoptik.de
„Brillen verkaufen kann jeder … Optik ist mehr“
„Irgendwann musste es sein", sagt Ursula Mindermann über die Entscheidung zur Selbstständigkeit. Als die Kinder aus dem Grundschulalter raus waren, die Teilzeitstelle keine adäquate Herausforderung mehr bot, entschied sie: „Jetzt geht's!" Im Februar 2009 zog sie mit ihrer Familie von Ostfriesland nach Telgte, übernahm ein Augenoptik-Geschäft und profiliert sich jetzt mit einem Angebot, das die Beratung in den Mittelpunkt stellt.
„Brillen verkaufen kann jeder", sagt Ursula Mindermann. Ihr Ziel sind Lösungen für die immer komplexer werdenden Sehaufgaben. „Optik ist mehr." Die zunehmende Belastung durch Bildschirmarbeit, Alterssichtigkeit und damit verbunden steigende Ansprüche sowie die Winkelfehlsichtigkeit sind Schwerpunkte ihrer Beratungsarbeit.
Letztere betrifft vor allem Kinder. Bei der Winkelfehlsichtigkeit sieht jedes Auge für sich gut, durch die Ausrichtung der Sehachsen entstehen allerdings Schwierigkeiten bei der Fokussierung. „Diese Kinder haben oftmals Lernschwierigkeiten", sagt Ursula Mindermann. Wenn die Augen-Hand-Koordination beeinträchtigt ist, drehen Kinder zum Beispiel Zahlen, vertauschen 6 oder 9 oder schreiben ständig über den Rand. Sie kennt auch Zusammenhänge zwischen dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ADHS und der Winkelfehlsichtigkeit. Als Augenoptikerin empfiehlt sie in Übereinstimmung mit der „Internationalen Vereinigung für Binokulare Vollkorrektion" prismatische Gläser und kann von erstaunlichen Erfolgen berichten. „Die Winkelfehlsichtigkeit ist aufwändig zu messen, die Behandlung durch prismatische Gläser in Medizinerkreisen durchaus umstritten", sagt Ursula Mindermann. Sie ist jedoch davon überzeugt, dass die seit Jahrzehnten bekannten Methoden stärker in die Beratung eingehen müssen. „Wer heilt, hat Recht."
Ihr Wissen und ihre Erfahrungen bringt die Augenoptikerin in Publikationen und Vorträgen an die Öffentlichkeit. Am neuen Standort in Telgte ist so schon eine gute Zusammenarbeit mit Schulen, und einem Nachhilfestudio entstanden, auch ergotherapeutische Praxen und Kindergärten könnten Kooperationspartner sein. Ursula Mindermann ist eine Netzwerkerin. Sie gehört nicht nur Branchennetzwerken an, sondern ist Mitglied der Telgter Hanse, in einem Frauenkreis und in der Kommunalpolitik engagiert. Sie unterstützt das Telgter Modell, ein Projekt zur Vernetzung von Schulen und Unternehmen. Ihre Mitarbeiterin und ihr Mitarbeiter kennen die Strukturen vor Ort, für die Neu-Telgterin ist auch das eine wichtige Voraussetzung, um hier schnell Fuß zu fassen.
Dass eine Brille nicht nur das Sehen erleichtert, sondern „das I-Tüpfelchen der Garderobe" ist, ist Ursula Mindermann nicht weniger wichtig. Sie selbst hat sechs verschiedene Brillen, und das nicht nur, um neue Gläser, Schliffe und Beschichtungen auszuprobieren, die sie ihren Kunden empfehlen kann. „Sie ziehen ja auch nicht jeden Tag dasselbe Paar Schuhe an", sagt sie und lacht.
Auch hier bietet die Optikerin eine besondere Beratung an: Zweimal jährlich kommt eine Farb- und Stilberaterin ins Haus, um Kundinnen und Kunden bei der Auswahl der richtigen Brille individuell zu begleiten.
Dass bei „Mindermann Augenoptik am Baßfeld" keine Werkstatt zu den Geschäftsräumen gehört, ist dann nur konsequent. Um Brillen zu fertigen, beauftragt die Inhaberin eine Fremdwerkstatt und liegt damit durchaus im Trend der Branche. „Wenn ich meine Zeit anders nutzen und dem Kunden zur Verfügung stellen kann, dann ist das auch unternehmerisch die richtige Entscheidung."
Ursula Mindermann hat das Handwerk von der Pike auf gelernt. Nach dem Abitur machte sie die Ausbildung zur Augenoptikerin, Voraussetzung für das FH Studium der Augenoptik, das sie als Diplom-Ingenieurin abschloss. Angestellt hat sie dann in verschiedenen Bereichen gearbeitet, bis zur Geburt ihrer zwei Kinder auch als Betriebsleiterin. Dass sie jetzt selbst Chefin ist und eine Augenoptikerin und einen Meister beschäftigt, ist für sie also keine ganz ungewohnte Rolle. Und doch weiß sie: „Chefin wird man nicht irgendwie, da muss man reinwachsen."



