Margarete Piekulla-Hapke - Gefahrgutbeauftragte
Ausgezeichnet: 08.2007
Patenschaft: Ursula Jobmann
Branche: Service & Dienstleistung
Talstraße 4
58730 Fröndenberg
Telefon: 0 23 78 - 86 76 56
Mail: info(at)piekulla-gefahrgut.de
Web: http://www.piekulla-gefahrgut.de
Mit Gefahrgut sicher unterwegs
Wer auf den Straßen unterwegs ist, verlässt sich auf sie. Auf diejenigen, die dafür zuständig sind, dass gefährliche Güter und Abfälle sicher von A nach B transportiert werden. Margarete Piekulla-Hapke ist els externe Gefahrgutbeauftragte Expertin auf diesem Gebiet.
Dass viele Unternehmen hier Beratung und Unterstützung gebrauchen können, wusste Margarete Piekulla-Hapke längst. Und hat doch noch einen kurzen Testlauf absolviert. Nach einem Jahr in der nebenberuflichen Selbstständigkeit war die Speditionskauffrau und Verkehrsfachwirtin aus Fröndenberg sicher, dass der Markt groß genug sein wird. Im Februar 2007 hat sie sich ganz für die Freiberuflichkeit entschieden.
„Du mit deinem Elan wärst am besten selbstständig!", hatten die Kolleginnen schon vor Jahren zu ihr gesagt. „Ich bin ein mutiger und durchaus risikofreudiger Mensch", sagt Margarete Piekulla-Hapke über sich. Und doch ist sie den Weg ins eigene Unternehmen sehr überlegt gegangen. 12 Jahre lang hatte sie angestellt in mittelständischen Transportunternehmen gearbeitet und war immer eine, die neue Herausforderungen gesucht hatte. „20 Jahre lang denselben Job zu machen, das wäre mir zu langweilig", lacht sie. Also sah sie sich immer wieder nach neuen Aufgaben um, schaute nach rechts und links und suchte Aufgaben, mit denen sie ihren Beitrag dazu leisten könnte, Abläufe und Strukturen zu optimieren. So lange sie angestellt war, sei das nicht immer von allen positiv aufgenommen worden. „Die meisten Menschen sind froh, wenn sie nichts verändern müssen."
Und so war die Entscheidung für die Selbstständigkeit nur konsequent. Die Spezialisierung auf den Gefahrguttransport hat Margarete Piekulla-Hapke schon früh gereizt. „Ich bin auch ideell davon überzeugt, dass das der richtige Bereich für mich ist", sagt sie. Weil sie weiß, dass die Brummifahrer einen harten Job haben und viel Verantwortung tragen. Als externe Beraterin ist sie heute in einer Rolle, in der ihre Vorschläge willkommen sind. „Für eine Externe ist es immer viel leichter Veränderungen durchzusetzen als für einen Kollegen", weiß sie aus Erfahrung.
Dass der Bedarf in Unternehmen, die gesetzlich vorgeschriebene Aufgabe des oder der „Gefahrgutbeauftragten" extern zu vergeben, so groß ist, erstaunte selbst Margarete Piekulla-Hapke. Als sie ihren ersten großen Auftrag bekam, wusste sie: „Wenn so große Unternehmen Aufträge vergeben, dann muss es noch mehr davon geben."
Heute ist sie als Gefahrgutbeauftragte mindestens zwölf Monate in einem Unternehmen. Sie kümmert sich um die Bestandaufnahme, berät die Geschäftsleitung und schult die Mitarbeiter im Hinblick auf neue gesetzliche Vorschriften, sie erstellt Arbeitsanweisungen, überwacht deren Einhaltung und ist für den abschließenden Jahresbericht sowie Unfallberichte zuständig. Und sie weiß: Auch nach Ablauf des ersten Jahres will ein Unternehmen ungern auf die ausgelagerte Dienstleistung verzichten.
Mit ihren beruflichen Erfahrungen als Speditionskauffrau und Verkehrsfachwirtin bietet die Unternehmerin zudem Transportberatungen an und unterstützt beim Neuaufbau von Logistik-Abteilungen. Sie weiß, wie Transportaufträge abgewickelt werden, welche Transportverträge, Beförderungsdokumente oder Versicherungen erforderlich sind. Da ist es nicht überraschend, dass sie außerdem Workshops und Seminare anbietet und Autorin von Fachliteratur ist.
Und so könnte das Motto, mit dem Margarete Piekulla-Hapke ihre Kunden anspricht - „Alles allein zu bewältigen kann ziemlich mühsam sein" - schon bald auch für sie selbst zutreffen. Margarete Piekulla-Hapke wird den Kreis der Kooperationspartner vergrößern und sicherlich in Zukunft über die Einstellung von Mitarbeitern nachdenken. „Ich hatte nicht erwartet, dass sich das so schnell so positiv entwickelt", sagt sie und erzählt von dem Tag, an dem sie entschieden hatte: „Heute kündige ich." Vor ihr fuhr ein LKW ziemlich langsam und Margarete Piekulla-Hapke, die sonst nie Radio hört, schaltete es ein, um die Verkehrsnachrichten zu hören. Stattdessen sang Frank Sinatra „My Way". Klingt ziemlich kitschig, zugegeben. „Aber es war so."



