Studie: Selbstständig integriert
Die Gründungsquote der Frauen mit Zuwanderungsgeschichte ist dreimal so hoch wie die deutscher Frauen. Auch die Ausbildungsbereitschaft selbstständiger Migrantinnen ist höher. Das sind Ergebnisse einer neuen Studie, die das Frauenministerium NRW im April 2010 vorgestellt hat.
Zwei Millionen Frauen, fast ein Viertel aller Frauen in Nordrhein-Westfalen, haben eine Zuwanderungsgeschichte. 40.000 von ihnen sind selbstständig. Sie tragen zur Vielfalt der Unternehmen bei, schaffen Arbeitsplätze und leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration in NRW.
Für die Zuwanderinnen selbst ist der Schritt in die Selbstständigkeit oft verbunden mit gesellschaftlicher Anerkennung und sozialem Aufstieg. Bislang war jedoch nur wenig bekannt über das Gründungsverhalten von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte und ihre Unternehmen. Wo liegen ihre unternehmerischen Potenziale, Ressourcen und Motive? Welche besonderen Hürden müssen Zuwanderinnen auf dem Weg in die Selbstständigkeit nehmen? Welche Chancen haben sie auf dem Markt? Wie können sie ihre spezifischen Kenntnisse, etwa die Mehrsprachigkeit, nutzen? Und welche Bedeutung haben die Gründungen von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte für die Gesellschaft insgesamt?
Mit der Studie „Selbstständig integriert?" ist es dem Institut für Mittelstandsforschung Mannheim gelungen, solche Facetten der Selbstständigkeit von zugewanderten Frauen umfassend zu beleuchten. Zwar stehen Unternehmerinnen aus Nordrhein-Westfalen im Vordergrund, doch zahlreiche Ergebnisse lassen sich auch auf andere Länder übertragen. Die Studie kann so von allen Akteurinnen und Akteuren des Gründungsgeschehens in Deutschland genutzt werden. Die Untersuchung ist als Lang- oder als Kurzfassung erhältlich. Beide Fassungen zeigen Wege auf, wie Frauen mit Zuwanderungsgeschichte bei der Umsetzung ihrer unternehmerischen Pläne
unterstützt werden können.




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