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Suppe! Mehr braucht man nicht...
„Ich lebe von guter Suppe…“, ist vom französischen Dichter Molière überliefert. Das könnte auch Patricia Goldemanns Wahlspruch sein. „Suppen sind schnell serviert und gesund“, sagt die Unternehmerin ohne zu zögern, „besser als jeder andere Imbiss.“ 2005 gründete sie den Pottkieker aus Alstedde, ein Suppenbistro vor den Toren Lünens. Mit einem wöchentlich wechselnden Angebot von 5 Suppen erreicht sie längst eine wachsende Zahl an Stammkunden, die die gesunde Alternative zum klassischen Imbiss schätzen.
Denn bei Patricia Goldemann kommen nur frische Zutaten in den Topf, Kartoffeln schält sie kiloweise, Gemüse putzt sie von Hand. Convenience ist in ihrer Küche tabu. Auf nur 33 Quadratmetern bedient die Suppenköchin ihre Gäste, 10 Sitzplätze bietet der kleine gemütliche Laden mit dem Charme eines Tante Emma Ladens. Denn hier läuft kein Radio, „hier sitzen die Menschen beieinander und reden“. Drei Stunden hat das Suppenlokal mittags geöffnet, außer in den Sommermonaten wird auch abends ab 17 Uhr noch mal für zwei Stunden aufgetischt.
Dass der Pottkieker aus Alstedde nicht in der Innenstadt, sondern in dem 5.000 Einwohner-Vorort an einer Zufahrtstraße nach Lünen liegt, ist für die Unternehmerin nur von Vorteil. „Meine Kunden finde ich nicht in der Innenstadt“, weiß sie. Zumal die Mieten, die Möglichkeiten der Anlieferung, fehlende Parkplätze und die gastronomische Konkurrenz für sie dort wenig attraktiv sind. Zu dem kleinen Ecklokal in Alstedde, das mit einem Aufsteller auf sich aufmerksam macht, kommen die Leute aus einem Umkreis von 10 Kilometern oder auch ganz zufällig auf der Durchreise.
„Um 11 Uhr stehen die ersten vor der Tür und klopfen“, schmunzelt Patricia Goldemann und freut sich über die treue Stammkundschaft, Fans der hausgemachten Suppe. 30-40 verschiedene Suppen hat die Unternehmerin in ihrem Repertoire, wenn ein Kunde ein Rezept für eine leckere Neuigkeit bringt, dann probiert sie auch diese aus. Aber es gibt Dauerbrenner, die nicht allzu lange Pause machen dürfen. Die Graupensuppe gehört dazu, auch das polnische Bigos oder die Kartoffelsuppe. Patricia Goldemann erzählt von ihren Suppen und schwärmt. Dabei isst sie selbst kaum noch davon. „Wenn ich mit dem Kochen fertig bin und abgeschmeckt habe, bin ich meistens schon satt.“
Dabei war es die Leidenschaft fürs Kochen, die sie auf Umwegen zum eigenen Lokal geführt hat. Patricia Goldemann war mal Buchhalterin. Eine, die mehr als hundertprozentig gearbeitet hat, sagt sie im Rückblick. Vor ein paar Jahren musste eine Pause sein und eine berufliche Neuorientierung. „Ich habe immer gern und frisch gekocht“, erzählt sie. „Ein eigenes Restaurant zu haben, war mein Traum.“ Und doch schreckte sie damals die Größe eines solchen Vorhabens. Inzwischen schließt die Unternehmerin Wachstum nicht mehr aus und bleibt so lange beim ursprünglichen Plan: „Ich mache alles allein: ich koche, ich bediene, ich spüle und kaufe ein.“
Noch kann sie das Pensum allein bewältigen, wenngleich an den Wochenenden häufig Catering-Aufträgen anstehen. „Es ist anstrengend“, sagt Patricia Goldemann, aber es lohnt sich.“ Vor allem wegen der Resonanz der Kunden, denn die zeigen ihre Begeisterung sehr spontan und begeistert beim Essen. „Ich genieße die Stunden mit den Kunden“, sagt sie, „ich bekomme jeden Tag Belohnungen in meinem Beruf. Das liebe ich.“ Und dann erzählt sie von einem polnischen Kunden, der wegen des Bigos zu ihr kommt, vor dem Teller sitzt und träumt ‚Wie bei meiner Oma…’ „Das ist Glück!“
Kontakt:
Patricia Goldemann
Alstedder Straße 134
44534 Lünen
Tel.: 02306/765652
suppenbistro(at)derpottkieker.de
www.derpottkieker.de

