Mit viel Erfahrung im europäischen Geschäft

GABRIELE KOTNIK – Innovative Feuerfesttechnik Kotnik

„Ein Ingenieurbüro, das sich damit beschäftigt, Industrieöfen mit feuerfesten Materialien auszustatten“, so fasst Gabriele Kotnik in Kürze zusammen, was sich hinter ihrem Firmennamen verbirgt. Denn die Feuerfesttechnik ist eine Spezialbranche. Laien sind die Materialien, mit denen die Unternehmerin täglich hantiert, zwar nicht fremd, aber ihr technischer Einsatz ist vielen Menschen unbekannt. Neben klassischen Materialien wie Steine und Massen werden im Feuerfestbereich keramische Fasern und Aluminiumsilikat- und Aluminiumoxid-Fasern eingesetzt. Diese machen das „Innovative“ aus, erklärt Gabriele Kotnik. Denn sie ermöglichen eine Leichtbauweise und einen Ofenbetrieb, bei dem dieser auch heruntergefahren oder ausgeschaltet werden kann, je nachdem was die Produktion erfordert. Im Juni 2004 gründete Gabriele Kotnik ihr Unternehmen in Dorsten, um ihre „Kenntnisse im flexiblen und selbst bestimmten Rahmen zur Verfügung zu stellen“.

Seit mehr als 20 Jahren ist Gabriele Kotnik mit der Feuerfesttechnik befasst. In der Fachrichtung Ingenieurwesen hat sie in Duisburg Hüttentechnik/ Gießereitechnik mit dem Schwerpunkt Glas / Keramik studiert. Als angestellte Ingenieurin arbeitete sie in einem international agierenden Feuerfest-Unternehmen, seit 1988 als technische Leiterin an neuen Installationen für Industrieöfen. Sie entwickelte Referenzanlagen, die sie weltweit offerierte und sich so in der Industrie einen Namen machte. Dass sie für viele Kunden unverzichtbar war, merkte sie erst nach ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen, in dem sie zuletzt gearbeitet hatte. Aus privaten Gründen hatte sie ihre Stelle aufgegeben. Zwei Jahre später, mit 48, ist sie wieder im Geschäft – diesmal mit einem eigenen Büro. „Als ich aufgehört hatte, haben viele Kunden gesagt, dass es nicht sein kann, dass ich nicht mehr am Markt bin.“ Auch weiterhin erreichten sie Kundenanfragen und ihr Rat wurde gefragt. „Sie haben mich motiviert weiterzumachen.“ Dabei war die Zeit bis zur Existenzgründung nicht nur fachlich eine Herausforderung. Sie besuchte Seminare, um sich kaufmännisch und betriebswirtschaftlich auf die Gründung vorzubereiten und erarbeitete ein Konzept für ein europaweites Geschäft. Aber vor allem durch die Krankheit und den Tod ihres Mannes stand Gabriele Kotnik unter großem Druck. „Das war eine dramatische Zeit“, sagt sie im Rückblick auf das vergangene Jahr und hat doch die Kraft gefunden, ihr Geschäft aufzubauen.

„Es gibt nicht viele Spezialisten auf dem Gebiet der Feuerfesttechnik“, sagt die Unternehmerin. Sie selbst gehört unbestreitbar dazu. Heute kooperiert sie mit Firmen, die auf dem Feuerfestsektor tätig sind und bietet ihre Leistungen europaweit Ofenbauern, Montagefirmen und Endbetreibern an. Wer Probleme mit einem Ofen hat, spricht Gabriele Kotnik an. Ihren Vorteil in der Selbstständigkeit kann sie an die Kunden weitergeben: „Als Angestellte bin ich an bestimmte Materialien gebunden“, erklärt sie. „Als Selbstständige bin ich ind er Materialauswahl flexibel, ich bin an kein System und an kein Material gebunden.“ Das Leistungsspektrum ihres Büros, das sie noch allein betreibt, reicht von der Beratung im Bereich der innovativen Feuerfesttechnik, der Planung und Berechnung neuer Ofenkonzepte über das komplette Projektmanagement bei der Neuinstallation und Inbetriebnahme von Öfen bis hin zur Gutachtertätigkeit für Industrie- und Gerichtsgutachten. Von der Schadensanalyse bis zum Sanierungskonzept.

Die strukturellen Veränderungen in der Industrie sind für Gabriele Kotnik Teil des Geschäftes und ihrer Markteinschätzung. Es gebe immer weniger Industrieöfen, ganze Betriebsteile würden geschlossen und auch auf dem Feuerfestsektor werde immer weiter reduziert. „Es wird Kompetenz fehlen“, lautet die Einschätzung der Ingenieurin. Für sie als Freiberuflerin entwickelt sich daraus zurzeit ein Wettbewerbsvorteil. So gebe es im Bereich über 1.450 Grad kaum noch Wettbewerber. „Im Temperaturbereich 1.600 bis 1.800 Grad kennen sich nur noch wenige aus.“

Das Konzept, das sie dem Team des Unternehmerinnenbriefs NRW präsentierte, überzeugte alle elf Experten. „Deren Beurteilung war mir wichtig“, sagt Gabriele Kotnik und hat die Auszeichnung auch in ihr Leistungsprofil aufgenommen, das sie den Kunden zukommen lässt. Für eine positive Presseresonanz hat die U-Brief-Verleihung längst gesorgt. Und wenn es nach dem Konzept geht, dann beschäftigt Gabriele Kotnik in drei Jahren nicht nur eine Bürokraft, sondern auch zwei Ingenieure. „Wenn es so weiter läuft, dann wird es wachsen“, sagt die 48-Jährige. „Aber so lange wie möglich werde ich mit freien Kooperationspartnern arbeiten. Das ist auf jeden Fall sicherer.“

Kontakt:
Innovative Feuerfesttechnik Kotnik
Gabriele Kotnik
Wittenbrink 29
46286 Dorsten
Tel.: 02369/ 205202
info(at)feuerfesttechnik-kotnik.de
www.feuerfesttechnik-kotnik.de