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Mit Leidenschaft fällt Arbeit leichter
„Du hast Arbeit zu geben“ – diese Haltung will Anke Dinsing vermitteln. „Arbeit Suchende müssen umdenken, nicht als Bittsteller auftreten, sondern gut überlegen, wem sie ihre Arbeit anbieten.“ Anke Dinsing ist Beraterin und Coach in Berufsfragen, ihr Büro in Mülheim/Ruhr heißt crossover. Sie hilft bei der Neu- oder Umorientierung und will Menschen befähigen, „mit Selbstbewusstsein herauszufinden, was sie ausmacht und sich damit zu präsentieren“.
Das ist mit crossover gemeint: Eine Verbindung zu schaffen zwischen der fachlichen Qualifikation, den Möglichkeiten und Anforderungen des Arbeitsmarktes sowie dem Besonderen und Faszinierenden einer Person. Denn hier hat die Diplom-Pädagogin auf dem rasant wachsenden Markt der Coaches und Berater die Nase weit vorn. Mehr als zehn Jahre lang arbeitete sie im Team für akademische Berufe der Arbeitsagentur Essen. Sie weiß, wovon sie spricht, wenn von „dem Arbeitsmarkt“ die Rede ist, sie hat auch damals schon Menschen Perspektiven vermittelt und Wege für ihre Leidenschaften.
Sie erzählt von einer Juristin auf Arbeitssuche. Im Beratungsgespräch stellte sich heraus, dass diese privat eine große Leidenschaft für Musik hat. Beworben hat sie sich dann bei der GEMA, der Verwertungsgesellschaft für Musikwerke. „Mit Leidenschaft fallen einem Dinge sehr viel leichter“, sagt Anke Dinsing und weiß zugleich: „Wer eine gute Stelle sucht, muss gut recherchieren und Techniken kennen, um Türen zu öffnen.“ Einige davon hat sie u.a. mit der aus den USA stammenden Methode des Life-Work-Planning erlernt und gibt in ihren Beratungen Kreativitätstechniken weiter, die Menschen helfen, „zum Wesentlichen, zu ihrem Wesen“ zu kommen.
crossover – die Symbolik ihres Firmennamens, hat für Anke Dinsing zugleich eine spirituelle Ebene, ihre Rolle kann sie sich auch als spirituelle Wegbegleiterin vorstellen; zurzeit macht sie eine entsprechende Fortbildung im Benediktshof in Münster. „Das Kreuz ist für mich ein dynamisches Symbol“, sagt Anke Dinsing. „In der Senkrechten reicht es vom Boden, der Verwurzelung und Bodenständigkeit, in die Freiheit des Himmels. In der Waagerechten öffnet es sich in die Welt hinein.“ Auf die Berufsberatung übertragen heißt das: „Die Orientierung am Arbeitsmarkt ist wichtig, um kein Traumtänzer zu sein, aber der Blick nach oben, in die Freiheit, hilft dabei, einengende Ansichten verlassen zu können – und die Waagerechte heißt: sich öffnen für andere, miteinander und aufeinander zugehen."
Die Beraterin ist davon überzeugt, dass es für jeden und jede einen beruflichen Platz gibt. Und weiß zugleich: „Manchmal muss man sich den aber auch selbst schaffen.“ Sei es, dass man initiativ die Botschaft „Ich fehle Ihrem Unternehmen“ kommuniziert oder sich in der Selbstständigkeit einen passgenauen Arbeitsplatz schafft.
Genau das hat Anke Dinsing selbst getan. Als Beraterin der Arbeitsagentur war sie über 10 Jahre am richtigen Platz, weil sie Menschen begleiten konnte, weil sie Schüler und Schülerinnen, später Hochschulabsolventen und ältere Akademiker beraten konnte. „Ich habe gerne mit Studienabbrechern gearbeitet“, sagt sie, „mit Menschen, die Lebenserfahrung haben und neue Ziele suchen.“ Als Beraterin der Arbeitsagentur fühlte sie sich immer häufiger nicht am richtigen Platz. „Ich habe immer alle Spielräume genutzt, damit es Menschen im Kontakt mit dem Amt gut ging“, sagt sie, „aber in vielen Fällen schien mir das immer enger werdende Regelwerk nicht mehr adäquat.“
2008 beschloss sie, anders zu arbeiten. „Ich wollte mir mehr Zeit zu nehmen für die Menschen.“ Trotz aller Erleichterung darüber, einen neuen Weg in der Freiberuflichkeit zu gehen, hatte der Abschied vom Amt doch einen Wermutstropfen. „Ich erreiche die Menschen nicht mehr, die eine kostenlose Beratung brauchen.“
Anke Dinsing bietet Beratung und Coaching für Berufseinsteiger, die nach dem Studium eine berufliche Perspektive suchen, für Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollen und für solche, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind und erleben: Von einem in den nächsten Job, das ist nicht mehr so einfach wie früher. Auch ihre jetzige Branche ist schwierig, das weiß die Gründerin zu gut. „Angestellt hätte ich nicht mehr arbeiten wollen“, sagt sie im Rückblick. Und wusste zugleich: Wenn ich jetzt nicht gehe, bleibe ich hier noch 20 Jahre bis zur Rente. „Irgendwann ist es Zeit zu handeln und dann wird es wieder richtig“, ist eine Erfahrung, die sie glaubwürdig auch ihren Kundinnen und Kunden vorleben kann. Im Amt hat sie im Sommer 2008 mit ihrer Kündigung für Furore gesorgt. Respekt für einen mutigen Schritt hat sie erlebt – und Menschen, die eine ähnliche Sehnsucht haben.
Kontakt:
Anke Dinsing
crossover berufsberatung und coaching
Löhberg 54
45468 Mülheim/Ruhr
Tel.: 0208-30582994
info(at)anke-dinsing.de
http://www.anke-dinsing.de/

